Herzlich willkommen in meinem Tagebuch! 🙂

Hier schreibe ich über die alltäglichen Ereignisse, die mich freuen, die mich ärgern, die nicht unbedingt spektakulär sind, die vielen von euch wahrscheinlich bekannt vorkommen, weil sie immer wieder passieren und einfach zum Leben dazu gehören.

Seht her, wir sind wieder da

Wir haben großes Glück mit unseren Nachbar/Innen, denn sie sind wirklich besonders nett. Die rechts und links von uns, die gegenüber, aber auch noch die Nächsten und Übernächsten und Überübernächsten. Sie schauen auf
Haus und Garten, wenn wir weg sind, sie entfernen unnötige Werbung, ja sie gießen sogar unsere Blumen.
Während des ersten Lockdowns, als ich mich noch nicht einkaufen zu gehen traute, da versorgte uns eine junge Nachbarin regelmäßig mit frischen Lebensmitteln.
Bei so viel Entgegenkommen wollen wir natürlich auch besonders hilfsbereit und rücksichtsvoll sein. Ich sagte: Wir wollen oder besser gesagt wir wollten. Denn gleich am ersten Morgen nach unserem Weihnachtsurlaub war es leider ganz anders. Da ich einen sehr frühen Termin bei meiner Physiotherapeutin hatte, musste ich unüblich früh aufstehen. Und so früh am Morgen funktioniere ich noch nicht wirklich gut. Daher tat ich auch nicht alles so automatisch wie sonst üblich, sondern ging zu allererst duschen. Danach gings relativ normal weiter mit Teekochen und Frühstück herrichten. Währenddessen aber stand mein Mann auf und öffnete völlig arglos das Fenster im Bad. Und mit einem Schlag waren dann auch all unsere lieben Nachbar/Innen munter, denn ich hatte vergessen die Alarmanlage auszuschalten. Ich mache das sonst immer als erstes nach dem Aufstehen, ausnahmslos, nur halt heute nicht. 🙁
Da unsere Sirene anders klingt als die üblichen Alarmanlagen, wussten alle mit einem Schlag, dass wir wieder da sind. Ich hoffe auf gnädige Nachsicht und versichere, dass es nicht wieder passieren wird.

Auch Männer brauchen Liebe

Mehr als zwei Wochen sind wir jetzt in der Steiermark. Die Kinder sind schon heimgefahren, und es ist ruhig im Haus geworden. Da wir beide ja noch ein junges Liebespaar sind – was sind schon 47 Ehejahre 🙂 – genießen wir auch die Zweisamkeit.
Heute morgen sind mir dann allerdings doch Zweifel gekommen. Ob ich mir da nicht doch etwas einbilde? Vielleicht bin nur ich glücklich und er nicht? Wahrscheinlich wende ich zu viel Zeit für meinen Blog auf und überlasse ihm zu viel Hausarbeit. Viele Fragen schossen mir durch den Kopf, als ich im Bad das Handtuch mit dem Aufdruck “Auch Männer brauchen Liebe” sah. Es war so prominent am Handtuchhalter angebracht, dass ich es auf den ersten Blick sehen musste. Da mein Mann die Handtücher aus dem Bad gewaschen und neue herausgelegt hatte, wollte er mir offenbar damit etwas sagen, sonst hätte er es ja nicht so auffällig hingehängt. Von da an arbeitete mein Hirn auf Hochtouren. Ich habe meinen Mann auch sehr genau beobachtet und alles, was er gesagt hat, in Gedanken analysiert. Aber es war nichts anders als sonst, er war so wie immer.
Da mir dieser stumme aber doch offensichtliche  Hinweis keine Ruhe ließ, begann ich zu fragen, ob ich ihn in letzter Zeit vielleicht vernachlässigt habe. Oder ob ich etwa zu viel Zeit für meinen Blog verwende. Dass meinem Mann vor Staunen der Mund offen blieb, irritierte mich sehr. Seine Antwort auf meine Fragen aber noch viel mehr. Wie ich auf einen solchen Unsinn käme, ob ich irgendwelche Sorgen hätte oder gar eine depressive Phase, weil die Kinder wieder weg sind. Als ich dann den offensichtlichen Wink mit dem Zaunpfahl ansprach, blieb ihm die Luft völlig weg. “Was? Was soll ich gemacht haben?” 

Um es kurz zu machen, er hat das Handtuch einfach aus dem Regal genommen und auf den Handtuchhalter gelegt ohne es anzusehen. Dass es ein Handtuch mit Aufschrift war, war ihm gar nicht aufgefallen, geschweige denn, dass er damit etwas ausdrücken wollte.
Was lernen wir Frauen daraus? Männer sind viel einfacher gestrickt als wir denken. Zarte Andeutungen sind nicht unbedingt ihre Sache. Und wenn wir Frauen so etwas bei einem Mann vermuten, sollten wir keinesfalls vorschnelle Schlüsse daraus ziehen. 🙂

9.1.2022

Die erste Gans – Teil 2

Stefanitag 2021  –  7 Uhr 19

So laut und lustig es den ganzen Tag über mit den Kindern im Haus ist, so ruhig ist es um diese Zeit. Mich treibt wahrscheinlich schon die “senile Bettflucht” auf. Aber ich genieße diese frühe Stunde auch. Bei einem Riesenhäferl Englischen Tee mit Milch und meinem PC fühlt sich der neue Tag so richtig gut an.

Der herrliche Sonnenaufgang in den Ennstaler Bergen, und die für wenige Minuten rot glühenden Bergspitzen erzeugen ein wärmendes, wohliges Gefühl, das mir immer ein glückliches Lächeln auf die Lippen zaubert. Obwohl ich diesen Anblick schon so gut kenne, freue ich mich immer wieder darüber.

Aber jetzt zur Gans. Nachdem ich trotz meines nicht mehr ganz so jugendlichen Alters noch nie eine Gans gebraten habe, war ich gestern doch ein bisschen aufgeregt, ob sie gelingen würde. Im Vorfeld habe ich mich bei zwei erfahrenen Köchinnen erkundigt und siehe da, es hat auch bei mir geklappt. Nach sechs Stunden – bei niedriger Temperatur im Backofen – war sie zartweich. Etwas mehr Salz hätte ihr nicht geschadet, das muss ich zugeben, aber das kann man ja auch noch am Teller korrigieren. Es steht jedenfalls fest, dass es nicht die letzte Gans gewesen ist, die in unserem Backofen gebruzzelt hat.
Das allerschönste aber kommt noch: Das Gänseschmalzbrot 🙂 . Daran habe ich herrliche Kindheitserinnerungen. Obwohl es bei uns daheim nie eine Gans gegeben hat (in Arbeiterfamilien mit mehreren Kindern gab es andere Leckerbissen auf dem Speiseplan), hat es doch zu besonderen Anlässen das “Ganslfett” gegeben. Egal ob pur, oder mit einem Hauch Knoblauch oder ein wenig hauchdünn geschnittener milder Zwiebel, so ein Ganslfettbrot war immer ein besonderes Erlebnis. Und – Cholesterin hin oder her – auf dieses kulinarische Highlight freue ich mich auch heute noch ganz besonders.

Die erste Gans

So, jetzt ist es also vorbei, das von allen so hochgejubelte Fest, denke ich beim Aufwachen. Es waren ein paar besinnliche Momente, eine große Aufregung bei den Enkelkindern und ein gemütlicher Abend – nach dem Stress mit dem 5-Gang-Menü. Ja, du liest richtig. Fünf Gänge sollten es beim Festmahl sein. Ich habe nämlich den Fehler begangen meine jüngste Enkelin zu fragen, was sie sich zu Weihnachten wünscht.
Mit einem unschuldigen Lächeln kam die kurze Antwort: Ein 5-Gang-Menü. 🙂
Naja, selber schuld, was frage ich auch. Es war aber nicht ganz so schlimm, wie es sich anhört, weil ich einiges vorbereiten konnte und der letzte Gang – Käse – war ja gar nicht aufwändig. Geschmeckt hats und es war ein schöner Abend. 
Nachdem die Gans schon in der Küche auf mich wartet, stehe ich gleich auf. Im ganzen Haus herrscht Stille. Von der Straßenlaterne gegenüber (die übrigens eine jämmerliche Funzel ist) kommt ein schwacher Lichtschein herein, wodurch der Christbaum im Wohnzimmer wie ein gefährliches Monster aussieht. Da drücke ich doch sicherheitshalber auf den Lichtschalter –  und weg ist das Monster. Bevor ich zu meiner morgendlichen Lieblingsbeschäftigung – dem Einheizen des Kachelofens – schreiten kann, widme ich mich der Gans. Es ist die erste Gans meines Lebens, und ich zweifle, ob sie wirklich gelingt. So, jetzt muss ich aber, denn ich will die Gans mehrere Stunden mit der Niedriggarmethode braten. 
Ich berichte dann am Abend, ob`s was geworden ist oder doch nicht.

25. Dezember 2021, 6 Uhr 45 –

Einmal noch schlafen

Wer Kinder hat, kennt diesen Satz sicher auch. Schon viele Tage vor dem Heiligen Abend fragen die Kinder, wie oft sie noch schlafen müssen, bis das Christkind endlich kommt. Die Ungeduld der Kleinen ist oft für Eltern schwer zu ertragen.
Ist man dann erwachsen und spürt den stärker werdenden Stress, der alle vor Weihnachten befällt, fragt man sich: Was nur noch eine Woche bis Weihnachten? 
Ist man dann in Pension und schon etwas länger auf dieser schönen Welt, fragt man sich: Was, schon wieder ein Jahr vergangen?
Wie auch immer, morgen ist Weihnachten. Wir haben soeben den Baum aufgestellt, den die Enkelkinder selbst gestalten möchten. Wir haben das große Glück mit Kindern feiern zu dürfen.
Leid tun mir immer die Menschen, die ganz alleine feiern werden. Denn seit Wochen reden uns die Medien ein, dass es ach so wunderschön sein wird, das Weihnachtsfest – und dass es natürlich im Kreise der Familie gefeiert werden muss. Und dass es das schönste und harmonischste Fest überhaupt wäre.
Als ehemalige Kommunalpolitikerin habe ich am Heiligen Abend immer zu einer Feier für Einsame eingeladen. Es kamen ganz schön viele. Während ich danach zu meiner Familie nach Hause gehen konnte, gingen diese Menschen dann alleine in ihr Zuhause und waren einsam. Seit damals schon wünsche ich mir, man würde dieses Fest nicht ganz so stark zum familiären Highlight hochstilisieren. Es ist gut, dass die Kinder aufgeregt sind und sich freuen. Aber sonst wäre weniger wohl mehr – weniger Stress, weniger Erwartungshaltung, weniger Enttäuschung und weniger Schmerz wegen der Einsamkeit.

Ich wünsche all meinen treuen Leser/Innen einen schönen Heiligen Abend – ob alleine oder in größerer Runde – es möge ein entspannter Abend werden.

Ich bin nicht faul, ich bin im Enrgiesparmodus

Seit dieser abscheulichen, niederträchtigen und vor allem entbehrlichen Rheumaattacke im Frühjahr bin ich ein bisschen aus der Spur. Bis dahin dachte ich ja, dass mich nichts umwerfen könnte, dass ich vor Gesundheit strotzend noch die nächsten dreißig Jahre meinen Blog schreiben würde. Ideen hätte ich ja genug. Und dann kam völlig unerwartet dieses Rheuma.
Ich spüre zwar mittlerweile, wie meine Kräfte wieder stärker werden und dass die Lust zu arbeiten langsam wächst, aber irgendwie bin ich aus dem Energiesparmodus noch nicht heraußen. 
Habt also noch ein bisschen Geduld mit mir, wenn es wenig neue Tagebucheinträge gibt. Aber ein ganz besonders herzliches Dankeschön allen, die mir schreiben, dass sie sie vermissen. ♥♥♥

10.12.2021

Anti-Wurm-Mittel in Oberösterreich ausverkauft

Würde ich diese Geschichte im Fasching oder in einem Kabarettprogramm hören, würde ich darüber herzlich lachen. Aber nein, es ist kein Scherz, es ist traurige Wahrheit. Seit der Chef der rechtsgerichteten FPÖ ein rezeptpflichtiges Entwurmungsmittel für Pferde als Lösung in Bezug auf die Corona-Pandemie ins Spiel brachte, ist dieses in vielen Apotheken ausverkauft. Das schockt viele. Der Chef der Oberösterreichischen Apothekerkammer warnt eindringlich vor der Einnahme und deren Folgen. Weil viele die Dosierung, die ja für Pferde gedacht ist, direkt anwendeten, gab es leider auch schon Vergiftungen.
Soweit die Fakten. Aber mir stellt sich vor allem die Frage, wieso es Menschen gibt, die so etwas glauben und tun. Wieso glauben sie einem Politiker, der keinerlei medizinische Ausbildung hat, mehr als den Experten, die zur Impfung raten. Die Betroffenen schaden ja nicht nur sich selbst sondern uns allen. Die 4. Welle mit vielen Toten trifft uns alle.
Ich frage mich immer wieder, wie wir aus diesem Dilemma kommen, und ich fühle mich sehr ohnmächtig und hilflos. Ich kenne einige Impfgegner persönlich und versuchte sie von der Wichtigkeit der Impfung zu überzeugen. Einmal ist es mir gelungen, mit den anderen lebe ich seither leider auf Distanz. 
Soeben ist die Zahl der Neuinfizierten der letzten 24 Stunden veröffentlicht worden: 14.416. Das ist der höchste jemals gemessene Wert. Vielleicht bin ich ja heute besonders sensibel oder gar depressiv, aber diese Entwicklung macht mir Angst, sehr viel Angst.

Geht doch bitte impfen

Irgendwie habe ich wohl schon geahnt, dass es im Herbst wieder zu Einschränkungen im Alltag durch die Corona-Pandemie kommen wird. Schon vor längerer Zeit habe ich nämlich gleich für die Zeit nach den Herbstferien einige Kurzurlaube gebucht. Nach ein paar Urlaubstagen im Weinviertel und ein paar Tagen im Ennstal fahren wir nun eine Woche in eine Kuranstalt. Danach haben wir noch ein paar Tage am Wolfgangsee geplant.
Genauso habe ich mir immer unsere Pensionszeit erträumt, als ich noch berufstätig war. Aber seit März letzten Jahres haben wir leider mehr Reisen, besonders ins Ausland, stornieren müssen als wir durchführen konnten. Aber so wie es derzeit aussieht, darf man sich auch weiterhin keine großen Hoffnungen machen, dass die Pandemie bald bezwungen sein wird.
Ich habe mir heute meinen “3. Stich” geholt, obwohl meine zweite Impfung erst Ende Juni war. Ich habe meine Corona-Antikörper testen lassen und erkannt, dass sie rasant weniger wurden. Um nicht zu einem vielzitierten “Impfdurchbruch” zu werden, habe ich mir daher vorzeitig die dritte Impfung geholt. Das bin ich meiner Gesundheit aber auch der Gesellschaft insgesamt schuldig.
Ich bitte jene, die schon zweimal geimpft sind, sich schnell die dritte Impfung zu holen um voll immunisiert zu bleiben.
Jene aber, die noch immer nicht geimpft sind, bitte ich, sich die Situation in den Spitälern vor Augen zu halten. Ich bitte sie an die täglich steigende Zahl der Corona-Toten und deren Angehörigen zu denken. Und ich bitte sie an die – mittlerweile schon recht vielen – erkrankten Kinder zu denken, die noch nicht geimpft werden können, obwohl sie es wollten.
Geht doch bitte impfen!

Das sind nicht meine Gene

Bei meiner jüngsten Enkelin Lena entdecke ich immer wieder viele Ähnlichkeiten mit mir. Aber gestern dachte ich erstmals: Das kann nicht meine Enkelin sein.
Gestern wurde sie nämlich gegen Influenza geimpft. Impfungen waren für mich als Kind immer eine Qual. Schon Tage davor hatte ich riesige Angst. Wir wurden ja üblicherweise in der Schule geimpft. Damals musste die ganze Klasse beim Schularzt aufmarschieren und dann wurde ein Kind nach dem anderen geimpft. In meiner Erinnerung waren es große Metallkolben mit dicken Nadeln, die man uns in den Oberarm gejagt hat. Die Nadeln waren riesig und taten sehr weh. Ich glaube sogar, dass mehrere Kinder mit ein und derselben Nadel geimpft wurden. Alles in allem war es jedesmal ein schlimmes Erlebnis. Also tat mir meine Enkelin schon im Vorfeld der Impfung leid. Aber als ich dann erfuhr, dass es die Influenza-Impfung auch in Form eines Nasensprays gibt, war ich schon sehr erleichtert.
Nach der Impfung erzählte sie mir, wie es ihr ergangen war. Sie wurde von einer sehr einfühlsamen Ärztin empfangen, die ihr erklärte, dass sie nicht gestochen werden müsste, denn es gäbe ja den neuen, schmerzfreien Impfstoff in Form eines Nasensprays. Lena ließ sich alles erklären und meinte dann: “Danke, aber das brauche ich nicht. Ich habe die Impfung im letzten Jahr ohne Nebenwirkungen vertragen, also will ich auch heuer wieder die Spritze.”
So tapfer, so klug, nein, das sind nicht meine Gene. 

Alles fürs Haus aus dem Lagerhaus

So lautete ein Werbespruch der Lagerhäuser – und er scheint zu stimmen.
Vor einigen Tagen habe ich zufällig gehört, dass Ammoniak-Hersteller wegen zu hoher Gaspreise die Produktion von AdBlue (Harnstoff) gedrosselt haben. Ein Engpass könnte die Folge sein. Einen Moment lang dachte ich daran, schnell welches zu kaufen, aber kurz danach hatte ich es auch schon wieder vergessen.
Anfang dieser Woche meldete unser Auto dann, dass es Zeit wäre AdBlue nachzufüllen. Ich wollte das nun gleich erledigen und fuhr zur nächsten Tankstelle. Dort gab es alles,  was das Autofahrerherz erfreut – nur kein AdBlue. Also fuhr ich zur nächsten – um auch diese wieder ohne die begehrte Flüssigkeit zu verlassen. Ich änderte nun meine Taktik und versuchte es beim nächsten Baumarkt. Und dort gab es – du kannst es dir denken – auch kein AdBlue. Schön langsam stieg ein mulmiges Gefühl in mir hoch. Ich hätte ja mittlerweile jeden Preis für ein paar Liter gezahlt, aber es sah echt aussichtslos aus.
Am nächsten Tag mussten wir ins Weinviertel und versuchten es im dortigen Lagerhaus. Da auch viele landwirtschaftliche Maschinen AdBlue brauchen, gab es dort sogar eine eigene Tankstelle, und die hatte noch genug AdBlue für uns. Für die nächsten 8.000 Kilometer sind wir gerettet.

Während mein Mann tankte, habe ich mir das Geschäft ein wenig angesehen. Es gibt dort – kurz zusammengefasst – fast alles. Werkzeug, Küchengeräte, Bastelmaterial und auch Bekleidung. Dort sah ich einen Ständer voll mit Kleiderschürzen, wie sie meine Mama getragen hat. Seit Jahrzehnten habe ich keine Kleiderschürzen mehr gesehen. Ich hatte keine Ahnung, dass es noch welche zu kaufen gibt. Ich war begeistert. Für alle, die sich daran nicht erinnern können, habe ich ein Bild gemacht.

Eines aber weiß ich: Egal, was ich hinkünftig vergeblich suche, bevor ich aufgebe, werde ich es auf alle Fälle noch im Lagerhaus suchen.

Fortsetzung folgt – nicht  🙁

Wenn man in einem Problem drinnen steckt, kennt man alle Entwicklungen und Änderungen. Beobachtet man das Thema von außen, dann wartet man auf die versprochenen Informationen. Weil ich ja miterlebt habe, wie der Kampf um den 3. Stich meines Mannes verlaufen ist, habe ich total vergessen dies den Tagebuchleser/Innen zu erzählen. Freundlicherweise gibt es Leser/Innen, die nachfragen und mich so auf meine Nachlässigkeit aufmerksam machen.
Also meine letzte Info war, dass mein Mann zwar einen Impftermin hatte, aber trotzdem nicht geimpft wurde.
Ein neuerlicher Anlauf, so sagte man mir beim Gesundheitstelefon, wäre nur möglich mit einer schriftlichen Empfehlung des praktischen Arztes, mit einem schriftlichen Ansuchen und einem negativen Antikörpertest. Auf meine – zugegeben nicht sehr sachliche – Frage: „Na muss er sich etwa erst infizieren um zu beweisen, dass er keine Antikörper mehr hat?“, meinte der junge Mann am Telefon, ich solle halt noch einmal versuchen online einen Termin zu bekommen. Selbst auf die Gefahr hin wieder weggeschickt zu werden, willigte mein Mann ein. Diesmal beantragte ich einen Termin in einem großen Impfzentrum in der Hoffnung, dass da nicht nur ein Mensch alleine zu entscheiden hat, wer geimpft wird und wer nicht.
Wir kamen an, zeigten das ausgedruckte Impfticket, bekamen am Schalter einen Uhrzeitstempel und warteten fünf Minuten. Mein Mann wurde aufgerufen und verschwand im nächsten Warteraum. Nach vier Minuten schon kam er wieder heraus. Er blickte so mürrisch drein, dass mir sofort klar war, dass er wieder nicht geimpft worden war.

„Das muss mir mal einer erklären“, begann er. „Die Ärztin meinte, dass es wichtig sei rechtzeitig zur Auffrischungsimpfung zu kommen, hat mich geimpft, und das wars.“
Naja, ich verstehe es auch nicht, warum das eine Impfzentrum prinzipiell erst sechs Monate nach dem 2. Stich impft und das andere bei Bedarf auch früher. Aber jetzt sind wir glücklich und brauchen keine Angst mehr zu haben, dass mein Mann Corona bekommt.

Das ultimative Über-Drüber-Super-Sonderangebot

Da das Telefon meines Mannes läutete, während er im Garten war, hob ich ab. Es meldete sich ein Vertreter des Handynetzanbieters (im folgenden Dialog kurz H. genannt), der ein ganz besonderes Angebot zu machen hatte. Es ergab sich daraus ein einzigartiger Dialog, den ich wiedergeben muss:

H: Ich habe gesehen, dass Sie noch einen uralten Vertrag für ihr Handy haben. Wir hätten jetzt ein ganz tolles Angebot für Sie. (Pause)
Ich: Aha, na da bin ich neugierig.
H: Das ist der modernste Vertrag, den Sie bekommen können. Es gibt ihn erst seit wenigen Tagen, und Sie sind eine der Ersten, denen ich dieses phantastische Angebot machen kann. (Pause)
Ich: Na gut, dann legen Sie mal los.
H: Also, der Vertrag beinhaltet 25 GB Datennutzung, unbegrenzte Telefonminuten und unbegrenzte SMS und noch dazu eine höhere Downloadrate. (Wieder eine Pause, in der ich wohl voller Entzücken und Begeisterung jauchzen hätte sollen. Aber da mein Mann keine SMS versendet, ungern – und daher ganz wenig – telefoniert, und bei den Daten kommt er nicht einmal auf 1 GB/Monat, kam keine rechte Begeisterung auf. Kein Bedarf also.)
H: Haben Sie mich verstanden?
Ich: Ja, ich habe Sie verstanden.
H: Ja, dann würde ich sagen, dass wir Ihren Vertrag an die heutige Zeit anpassen.
Ich: Natürlich nur bei gleichbleibenden Kosten.
H: Natürlich kosten diese vielen Vorteile ein kleines bisschen mehr, aber das lohnt sich in jedem Fall.
Ich: Auch in meinem Fall? Sie werden sich ja meinen Verbrauch angesehen haben?
H: Natürlich, ich bin völlig im Bilde. Aber es geht schließlich nur um fünf Euro pro Monat. Dafür haben Sie dann den modernsten Vertrag und das beste Angebot, das es zurzeit auf dem Markt gibt.
Ich: Sie haben doch auf den Rechnungen gesehen haben, dass ich keine SMS sende, dass ich nur wenige Minuten telefoniere, und dass ich nicht einmal 1 GB pro Monat verbrauche. Ich brauche einfach nicht mehr und will keinesfalls mehr zahlen.
H: Ja, aber Ihr Vertrag ist total veraltet.
Ich: ich habe kein Problem damit.
H: Ja haben Sie denn nicht verstanden, worum es bei dem Angebot geht? (Jetzt wurde er untergriffig, denn er unterstellte mir, dass ich dumm wäre. Hat wohl zu wenige Schulungen gemacht, dachte ich, blieb aber trotzdem freundlich, während er schon hörbar lauter und auch grantig wurde.)
Ich: Ich habe Sie sehr gut verstanden. Sie wollen mir einen neuen, teureren Vertrag verkaufen – obwohl ich schon den alten nicht zur Gänze ausnütze.
H: Nein, es geht mir nicht darum, man muss einfach mit der Zeit gehen und für die Zukunft vorsorgen. Das Internet ist unsere Zukunft, und da sollte jeder dabei sein.
Ich (Meine Geduld schrumpfte, aber ich wollte dennoch freundlich zu einem Ende kommen.): Ganz ehrlich, würden Sie als Privatperson irgendeinen neuen, teureren Vertrag abschließen, obwohl Sie ihn gar nicht brauchen?
H (laut und hörbar beleidigt): Ich glaube, das hat keinen Sinn mehr mit Ihnen. (Er legte – ohne sich zu verabschieden – auf.)

Ich habs unter “hält der seine Kunden echt für so dumm?” abgehakt.
Allerdings beschäftigt mich eine Frage bis heute: Zu Beginn des Gesprächs wurde ich gefragt, ob das Gespräch zu Schulungszwecken aufgezeichnet werden dürfe. Ich hatte nichts dagegen.
Ich frage mich nur, ob sie daraus wirklich was lernen, oder ob das einfach in die Kategorie “verständnislose, nicht mehr zeitgemäße Alte” fällt?

 

Ärgern hilft auch nicht wirklich

Es gibt Tage, da läuft es nicht so richtig. Oft sind es eh nur Kleinigkeiten, die nicht passen, aber wenn sich die Kleinigkeiten häufen, dann mischt sich meist auch noch Ärger und schlechte Laune dazu.
Ich ärgere mich im Moment darüber, dass in allen Medien, von allen Expert/Innen und Politiker/Innen darauf hingewiesen wird, dass eine Corona-Auffrischungsimpfung wichtig ist, weil die Abwehrreaktion bei manchen Menschen – besonders bei Ü60 (klingt doch viel besser als wenn man alte Menschen sagt 🙂 ) – bereits nachlässt. Also haben wir uns testen lassen. Und tatsächlich, mein Mann hat nur mehr sehr wenige COVID-Antikörper. Und weil ich nach 47 Ehejahren weiß, dass er solche Aufgaben gar nicht mag, wollte ich ihn sofort zum viel zitierten 3. Stich anmelden.  Ja, das wäre gut, hörte ich am Telefon, aber weil seit dem 2. Stich noch keine vollen sechs Monate vergangen wären, bräuchte er zusätzlich noch eine Bestätigung vom Hausarzt. Also habe ich beim Hausarzt nachgefragt, ob er die vorgezogene Impfung befürworten würde. Ja unbedingt, war die Antwort. Und wir bekamen auch gleich die schriftliche Bestätigung. Damit konnte ich meinen Mann nun anmelden. Der Termin war bereits am nächsten Tag. Ich war begeistert. Naja, bei uns in Wien funktioniert halt alles wirklich gut – dachte ich. Denn am nächsten Tag sah ich das schon nicht mehr so. Mein Mann wurde nämlich am Gesundheitsamt – trotz Anmeldung, trotz Bluttest und trotz hausärztlicher Empfehlung ohne Impfung wieder weggeschickt, weil das österreichische nationale Impfgremium eine dritte Impfung erst nach vollendeten sechs Monaten empfiehlt. Das hätte man mir aber wirklich gleich am Telefon sagen können, dann hätten sich der Arzt, mein Mann und ich viel Zeit erspart.  Dass da Ärger aufkommt verstehst du sicher.

Mittlerweile sind die Antikörper nachweislich noch weiter gesunken. Also habe ich einen neuen Anlauf genommen. Angemeldet ist er wieder, Montag um 10 Uhr sollte er geimpft werden. Mal schauen, ob es diesmal klappt. 

Die Drohne in der Küche

Mit einem Auto, angefüllt mit Quitten, die übrigens einen herrlich, betörenden Duft verströmen, sind wir ins Ennstal gefahren um sie dort einzumaischen – auf dass aus ihnen ein blumiger, fruchtiger und süffiger Schnaps werde.  Es war finster und regnete, als wir ankamen. Nachdem wir endlich alles aus- und dann weggeräumt hatten (wer so wie wir zwischen zwei Wohnsitzen pendelt, wird gut nachvollziehen können, was man da alles mitschleppt 🙁 ), war es auch schon Zeit zum Schlafengehen. Als ich das Licht in der Küche abschaltete, hörte ich plötzlich ein lautes Summen über mir. Ich drückte auf den Lichtschalter – das Licht war an und das Summen war wieder aus. Ich machte das Licht aus und zwei Schritte Richtung Stiegenaufgang, da brummte es wieder, als würde eine Drohne durch die Küche fliegen. Jetzt wollte ich aber wissen, was da los war. Nach genauem Beobachten entdeckte ich den Übeltäter: Eine riesige Hornisse, die immer wieder um und unter die Deckenleuchte flog. Na, mit solch einer stechwütigen Kampfwespe wollte ich keinesfalls die Nacht unter einem Dach verbringen. Also versuchte ich sie mit einem großen Becher und einem Deckel zu fangen. Das dumme Ding flog aber immer wieder die Lampe an, verbrannte sich daran offenbar die langen Beine, denn sie zuckte immer wieder zurück um dann doch wieder auf dem Lampenschirm aufzusetzen. Das Spiel dauerte mir zu lange, also stieg ich, bewaffnet mit dem Fliegenpracker und dem Becher, auf einen Hocker und wollte die Hornisse sanft in den Becher leiten. Das Biest reagierte auch sofort und flog mich frontal an. Durch einen gewagten Sprung vom Hocker rettete ich mich und flüchtete aus der Küche. Als das aggressive Brummen in der Küche endlich wieder verstummt war, versuchte ich es neuerlich – aber diesmal mit Hilfe meines Mannes. Gemeinsam gelang es uns das Tier zu fangen und vor die Türe zu setzen.

Groß war mein Erstaunen allerdings, als ich am Morgen die Terrassentüre öffnen wollte. Da saß doch glatt die Hornisse außen am Glas. Dort, wo wir sie am Vorabend hinausgeworfen hatten, hat sie offenbar bis zum Morgen auf uns gewartet. Damit dieses kleine Biest aber nicht glaubt, dass sie bei uns überwintern kann, habe ich sie gefangen und zum Wald hinaufgetragen. Ich hoffe nur, dass sie den Weg zurück nicht findet.

Gut gelandet – herzlich begrüßt

Herzlichen Dank alle jenen, die so mitfühlend und tröstend unsere verpatzte Schiffsreise begleitet haben. Mittlerweile sind wir wieder gut daheim im Alltag angekommen.
So haben wir gestern – leider in strömendem Regen, der absolut nicht aufhören wollte – unsere Quitten geerntet. Das ist das Obst, das als letztes im Jahr reif wird und einen guten Schnaps ergibt. Es hängen zwar auch noch einige Himbeeren an den Sträuchern, aber die werden nicht mehr zu Likör verarbeitet, die naschen wir immer schon im Vorbeigehen.

Ein besonderes Hallo sagten uns zwei neue Haustiere. Wir hatten schon Hasen, eine Schlange und viele Mäuse bei uns. Die Erdhamster fressen sich ihre Bäuche ja sowieso immer bei uns voll. Aber Kröten hatten wir noch nie. Die siedeln sich eher bei den Nachbarn an, die einen Teich haben. Dass sie bei uns in die mittlerweile grün gewordenen Reste des Chlorwassers in der großen Badewanne gesprungen sind, kann nur ein Irrtum gewesen sein. Mit Hilfe zweier Nachbarn hat mein Mann die beiden eingefangen und zu einem nahegelegenen Teich gebracht, wo sie alles finden, was sie brauchen.

Tornado über Kiel

“Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen”, lautet eine alte Volksweisheit. Und sie stimmt. Nicht nur, dass unser Schiff durch einen Getriebeschaden  manövrierunfähig wurde, gestern gab es auch noch einen Tornado über Kiel, dem wir knapp entgingen.  Während wir die Stadt wieder Richtung Hamburg verließen, wo unser Schiff noch immer festsitzt, bauten sich mächtige, dunkelgraue Wolkentürme auf, die mit Regen und Sturm übers Land zogen. An der Kiellinie wütete die heftige Windhose, packte unvermittelt Menschen, riss sie in die Höhe und schleuderte sie viele Meter durch die Luft. Mehrere Verletzte sind zu beklagen.

Wir haben also einiges zu erzählen.  😀

Buskreuzfahrt statt Flusskreuzfahrt???

Lübeck

Wir sitzen ja bekanntlich wegen eines Triebwerkschadens in Hamburg fest. Die Reederei versucht nun uns mit Busausflügen bei Laune zu halten, was natürlich kein adäquater Ersatz ist. Die ersehnte Fahrt durch den Nordostseekanal, den wir unbedingt sehen wollten, kann nichts ersetzen.  Durch die Bustransfers vergeht viel Zeit, dadurch komme ich kaum zu meinem Blog.

Lübeck zählte gemeinsam mit Hamburg, Rostock,  Bremen,  Stralsund… zu den Hansestädten. Den Reichtum zeigte man gerne und offen. Die mächtigen und teilweise monströsen Häuser mit ihren üppigen Fassaden zeugen noch heute davon. Das im 15. Jahrhundert errichtete Holstentor ist das Wahrzeichen der Stadt. Bürgerhäuser aus dem 14. Jahrhundert sind keine Seltenheit.  Auch Gaslaternen findet man noch.


Neben vielen besonderen Fassaden, die teilweise weit über die obersten Stockwerke hinausgehen, wurde in der Hanse auch auf detailverliebte Gestaltung viel Wert gelegt. Das zeigen etwa die Türschnallen der Marienkirche.
Natürlich kann man Lübeck nicht verlassen ohne Marzipan (erstmals um 1530 urkundlich erwähnt) gegessen oder/und gekauft zu haben. Auch wenn man Marzipan nicht so besonders mag, lohnt es sich welches zu kosten.


Travemünde

Ein letztes Aufflammen des Sommers konnten wir am Strand von Travemünde genießen, wo der ältesteste Leuchtturm Deutschlands (erbaut 1539) zu finden ist,

 

Das Schiff sitzt fest

Jetzt steht es fest: Das Schiff hat einen Getriebeschaden.  Wir werden nicht über Hamburg hinauskommen und damit den von uns so sehnsüchtig erwarteten Nordostseekanal – diesmal zumindest – nicht durchfahren.

Die gestrige Stadtrundfahrt zeigte uns das moderne Hamburg, wie etwa die Elbphilharmonie, aber auch, welche unfassbar großen Containerschiffe heute unsere Waren durch die Welt transportieren. Die großen beinhalten bis zu 20.000 Container. Da alles mittlerweile computergesteuert be- und entladen wird, sind auf diesen Hochseeriesen nur knapp 20 Seeleute notwendig.

Der Hamburger Hafen ist der drittgrößte Europas und wächst immer weiter. 

 

 

Der alte Elbtunnel, mittlerweile ein Wahrzeichen der Stadt, wurde in den letzten Jahren liebevoll renoviert. In der bereits fertiggestellten Oströhre wurden 360.000 Fliesen verlegt.
Er darf nur mehr von Fussgänger/Innen und Radfahrer/Innen benutzt werden. Errichtet wurde er vor 110 Jahren um 10 Millionen Goldmark. Die 4 großen Aufzüge haben eine Tragkraft von 130 Personen. Die Tunnellänge beträgt 426 Meter, der Durchmesser der Röhren 5,64 m. Es lohnt sich ein Besuch!

 

 

Sand im Getriebe

Gestern Abend gings schon los mit den Pannen, denn eigentlich hätten wir um 18 Uhr 45 durch das einzigartige Schiffshebewerk Scharnebeck fahren und mit dem Aufzug 38 Meter in die Tiefe befördert werden sollen. Der Andrang vor der Schleuse war aber so groß, dass wir erst gegen 1 Uhr morgens drankamen. Das Warten hat sich zwar gelohnt, denn die Anlage ist faszinierend, aber auf den Nieselregen, der uns dabei begleitet hat, hätten wir doch gerne verzichtet. Nach einer dementsprechend kurzen Nacht fuhren wir morgens über die Elbe Richtung Hamburg, als wir in den Salon gebeten wurden, weil der Kapitän eine Mitteilung zu machen hatte. Außerplanmäßige Mitteilung sind, wie wir alle aus Erfahrung wissen, selten gute Nachrichten. So war es auch heute, denn der Kapitän erklärte uns, dass unser Schiff einen Getriebeschaden hätte und eine Weiterfahrt durch den Nordostseekanal dadurch nicht möglich wäre. Das war ein Schock für uns, denn wir genießen zwar die gesamte Reise, aber die Fahrt durch den NOK war immer unser Hauptziel. Und das fällt nun aus. Die Reederei bietet uns nun morgen zwar einen netten Ausflug nach Lübeck an, aber das ist keinesfalls ein Ersatz für die ursprüngliche Route. Mal sehen, wie es weitergeht.

Weiter gehts Richtung Hamburg

Das Internet in dieser Gegend ist leider nicht das Beste. Daher braucht jeder Beitrag, den ich hochlade, sehr viel Zeit und ich viel Geduld.
Darum gebe ich nur einen Überblick in aller Kürze: Von Potsdam fuhren wir weiter nach Braunschweig und Wolfsburg und am nächsten Tag nach Lüneburg. Zahlreiche beeindruckende Schleusen haben wir dabei passiert, aber darüber berichte ich noch gesondert.

Die Innenstadt Braunschweigs ist geprägt von zahlreichen, schönen und gut erhaltenen Fachwerkhäusern.
Die Quadriga auf dem Braunschweiger Residenzschloss ist mit fast 26 Tonnen und einer Höhe von über 9 Metern die größte in ganz Europa.

Aber auch die moderne Architektur hat hier ihren Platz, denn in Braunschweig findet man das weltweit einzige Happy-Rizzi-House.

Wolfsburg bei Nacht

Wolfsburg ist bekanntermaßen DIE Autostadt und eine wohlhabende Stadt. 2010 etwa verzeichnete man hier das höchste Bruttoinlandsprodukt pro Person aller deutschen Städte.

 

 

Lüneburg

ist durch die Salzvorkommen schon früh zu Reichtum gekommen, was sich heute noch in der wunderschönen Altstadt widerspiegelt.

 

 

 

Das schwangere Haus in Lüneburg

Absolut einzigartig ist auch das schwangere Haus. Die Mischung aus Gips und Anhydrit, die man damals als Kalkmörtelersatz benutzte, nimmt Feuchtigkeit auf, dehnt sich aus und bläht somit die Wände auf.

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Und nun gehts durch das größte Schiffshebewerk Scharnebeck (38 Meter werden hier die Schiffe gehoben oder abgesenkt) und danach weiter nach Hamburg.