Internationaler Mädchentag

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Auch wenn die Benachteiligung der Mädchen bei uns in Mitteleuropa nicht auf den ersten Blick sichtbar ist, gibt es sie dennoch.
Als kleines Beispiel sei nur das Thema Freizeit genannt: So fördern die meisten Gemeinden eher die sportlichen Ambitionen der Buben mit Fussballplätzen als die Interessen der Mädchen. 
Die Zahl der jungen Frauen unter den Studienanfängern ist größer als die der jungen Männer. Nach Abschluss der Ausbildung haben dann allerdings die Männer die Spitzenpositionen in Politik und Wirtschaft fest in ihren Händen.

Weltweit dürfen 130 Millionen Mädchen nicht zur Schule gehen. Darüber hinaus sind viele Mädchen schweren Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt: Gewalt und Ausbeutung, Menschenhandel, Zwangsprostitution, Genitalbeschneidung und Zwangsheirat. Die Rechte der UN-Kinderrechtskonvention bestehen für sie nur auf dem Papier.
Im Vergleich zu gleichaltrigen Jungen sind sie auch häufiger mangelernährt und werden medizinisch schlechter versorgt.

Seit 2012 begehen die Vereinten Nationen den Internationalen Welt-Mädchentag. Viele Gebäude, Monumente und Wahrzeichen werden am 11. Oktober in einem kräftigen Pink beleuchtet – ein Zeichen, um weltweit auf die Rechte für Mädchen aufmerksam zu machen.

Jedes Jahr setzt die UN einen anderen Schwerpunkt. 2020 lautet das Motto “My voice, our equal future”. Weltweit machen Mädchen und junge Frauen auf ihre Bedürfnisse, ihre Wünsche für die Zukunft und damit verbundenen Herausforderungen aufmerksam – sei es über Social Media oder auf der Straße.

Mit dem Welt-Mädchentag 2020 unterstützen die UN zum Beispiel ihre Forderungen nach einem Leben frei von geschlechtsspezifischer Gewalt und einer Zukunft, die Mädchen und Frauen nach ihren Vorstellungen gestalten können.