Grießnockerln
garantiert weich

 

Manchmal wurden meine Grießnockerln nicht richtig weich. Mein Mann isst sie zwar am liebsten, wenn sie im Kern noch fest sind, aber für Gäste sollten sie doch luftig locker und weich sein.
Mir war nie klar, warum die Nockerln weich werden oder nicht. Aber dann kam mir endlich DIE Idee: Backpulver. Ich sage dir, das Ergebnis ist grandios. Die Nockerln gehen herrlich auf und zergehen förmlich auf der Zunge.


Zutaten

1 Ei
eischwer Grieß
20 g weiche Butter
1 schwacher El Mehl
2 Msp Backpulver
5 – 6 g Salz
Muskatnuss

Ich wiege das ganze Ei ab und richte genauso viel Grieß her (das ist bei Größe M so um die 60 g). Dann schlage ich das Ei in eine flache Schüssel, verrühre es mit der Gabel und mische Grieß, Salz und frisch geriebene Muskatnuss (ich reibe die Nuss etwa 6 – 8 mal über das Reibeisen) dazu. Das ergibt eine weiche Masse, die ich 5 – 10 Minuten ziehen lasse.
Danach mische ich die weiche Butter darunter – und unbedingt zuletzt – das Mehl und das Backpulver.

Aus dieser Masse steche ich mit einem Esslöffel etwa 7 – 8 Nockerln aus, die ich in die kochende Suppe einlege.
Beim Einlegen erzeuge ich mit dem Löffel einen Wirbel in der Suppe, der verhindert, dass die noch weichen Nockerln am Topfboden festkleben. Sind alle Nockerln im Topf, drehe ich die Temperatur zurück und lasse sie etwa 25 – 30 Minuten zugedeckt ganz leicht köcheln.

Die fertig gekochten Grießnockerln hebt man vorsichtig mit einer Schöpfkelle aus der Suppe, da sie wirklich sehr flaumig sind. Aber nach ein paar Minuten Rast außerhalb der Suppe, sind sie stabiler, sodass man sie wieder normal behandeln kann.

 

TIPP 1:  Zuerst Ei und Grieß vermischen, ziehen lassen und dann erst die Butter beifügen. Denn: Nimmt der Grieß zuerst das Fett auf, kann er das Ei nicht mehr aufsaugen.

TIPP 2: In Suppe gekocht schmecken die Grießnockerln besser als in Salzwasser.

TIPP 3: Den Löffel vor dem Ausstechen ein paar Sekunden in die kochende Suppe halten, dann lassen sich die Nockerln besser formen.